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Der Heilige Nikolaus   

 

Der Heilige Nikolaus ist 255 in Patara geboren, in Südwesten von Kleinasien. Zu dieser Zeit durften die Christen ihre Religion nicht ausüben. Nach dem Tod seiner Eltern wurde er reich und widmete den Armen sein Leben.

Er wurde Bischof von Myra, das in der heutigen Türkei liegt, dann wurde er durch seine Grobzügigkeit und seine Menschlichkeit bekannt. Zu seiner Lebenszeit und sogar nach seinem Tod, am 6. Dezember 334, schrieb man ihm zahlreiche Wunder zu. Heute kennen wir noch diese Legende:

Die drei Kinder und der Metzger.

Drei kleine Kinder, die sich verlaufen hatten, wurden bei einem Metzger aufgenommen. Nachdem der Fleischer ihnen zu essen gegeben hatte, zerschnitt er sie und warf die kleinen Stücke in ein Pökelfass.

Sieben Jahre später kam der Heilige Nikolaus zu dem Metzger und wollte das Pökelfleisch essen. Der böse Metzger bekam Angst und floh davon. Der heilige Mann näherte sich dann dem Pökelfass, lieb die Kinder herauskommen und es war, als ob die Kleinen vom langen Schlaf wach wurden.

Der Heilige Nikolaus ist heutzutage der Schutzpatron der Lothringer, der Schüler und der Seeleute. Da er so beliebt ist, gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die ihm Ehre erweisen, unter anderem auch zu Pfingsten. Dieses Fest symbolisiert die Rückkehr der Reliquien des Bischofs von Myra nach Bari. Das ist auch ein Kirmess, da Markthändler und herumziehende Händler daran teilnehmen. Am 6. Dezember (da der heilige Mann an diesem Tag gestorben ist) wird er auch gefeiert. Nach dem Umzug mit Musikkapellen durch die Stadt findet eine kirchliche Feier in der Basilika statt.

l'Office du Tourisme.

 

 

Die Basilika

Als der Herr, Charles Aubert "de Varangéville"genannt, 1090 aus Bari zurückkam, brachte er ein Fingerglied von Sankt Nikolaus. Nachher wurde 1101 eine erste Kirche errichtet. Nach dem Sieg von 1477 wurden die Pilger immer zahlreicher und René II lieb eine gröbere Kirche aus Dankbarkeit aufbauen. So begann man 1481 die Basilika aufzubauen und sie wurde 1560 eingeweiht. Seither strömten berümhte Herzoge von Lothringen, Prinzen und Könige von Frankreich in Saint-Nicolas-de-port, um von Schutzpatron geschützt zu werden.

Im Laufe des XVII. Jahrhunderts wurde die Basilika beschädigt und der Handel in der Stadt war nicht mehr so wichtig. Nach und nach wurde die Basilika restauriert aber die französische Revolution und der Bombenangriff von 1940 beschädigen sie noch mehr. Der Papst "Pie XII" hat sie als "Basilika" eingeweiht.

Nach ihrem Tod im Jahre 1980 vererbt Camille Croué-Friedmann (eine ehemalige Bewohnerin von Saint-Nicolas-de-Port, die in die U.S.A gezogen war) dem Bistum eine fabelhafte Summe, mit der die Basilika ganz restauriert werden sollte.

Das Gebäude ist wegen seiner Architektur auberordentlich. Der Baustil ist sehr schlicht und das Kirchenschiff ist von der senkrechten Linie abgelenkt, weil man den Boden schlecht analysiert hatte. Dank ihrem kreuzformigen Plan und ihrer westlichen Fassade gehört die Basilika Zu den schönsten Bauten der späteren Gothik in Lothringen und wahrscheinlich in ganz Europa.

Der Schatz besteht aus mehreren wertvollen Kunststücke, darunter ein Reliquienkästchen aus Gold, Silber und vergoldetem Silber, das der Arm von Sankt Nikolaus darstellt.

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